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Land der Kekse und Kuchen |
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Deutsche Kekse und Kuchen sind überall in der Welt bekann, nicht nur aufgrund ihrer Qualität sondern auch aufgrund ihrer Einzigartigkeit. Die Auswahl erlesener Zutaten kombiniert mit Rezepten, die schon seit vielen Generationen in Familienbetrieben weiterentwickelt wurden garantieren den ausgezeichneten Geschmack der Backwaren. Verglichen mit amerikanischen Keksen und Kuchen wird man feststellen, dass die Produkte aus Deutschland normalerweise weniger süß sind als ihre amerikanischen Gegenstücke.
Das deutsche Kekssortiment reicht von knusprigen Waffelkreationen bis hin zu reichhaltigen Butterkeksen mit leckeren Schokoladenfüllungen oder -glasuren. Kekse findet man in verschiedenen Formen, die oft eine Besonderheit der jeweiligen Hersteller sind (ein beliebtes Beispiel wäre Bahlsens Leibniz Butterkeks mit seinen 52 "Zähnen"). In Deutschland ist auch die Vielfalt an Kuchen und Torten wirklich bemerkenswert und reicht vom einfachen Napfkuchen bis hin zu kunstvollen Torten, die entweder mit Schlagsahne oder Buttercrème hergestellt werden.
Deutsche Weihnachtsspezialitäten erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Die bekanntesten Backwaren zur Weihnachtszeit sind der allgegenwärtige Stollen und erstklassige Lebkuchen.
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Bienenstich (Bee Sting Cake)
Dies ist ein Schichtkuchen aus süßem Hefeteig, gefüllt mit einer Vanillecreme, glasiert mit einer Honigmischung und besprenkelt mit Mandeln. Der Kuchen hat seinen Namen von der Glasur aus Honig und dünnen Mandelstücken.
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Schwarzwälder Kirschtorte (Black Forest Cake)
Die Schwarzwälder Kirschtorte ist wohl der bekannteste und meist geliebte Kuchen Deutschlands. Er ist ein Schokoladenkuchen gefüllt mit einer Sahnecreme und in Kirschwasser (ein klarer Kirschschnaps, der eine Spezialität im Schwarzwald ist) getränkten Kirschen. Der Kuchen ist mit Creme, gehobelter Schokolade und Kirschen verziert. Während dieser Kuchen den Namen einer Region Deutschlands trägt, welche bekannt ist als der Schwarzwald, behauptet ein Konditor aus Bad Godesberg nahe Bonn, den Kuchen 1915 erfunden zu haben. Er stammte ursprünglich vom Bodensee, welcher sich im Schwarzwald befindet. Vielleicht hat er es deshalb Schwarzwälder Kirschtorte genannt. Es gibt noch zahlreiche andere Theorien, wie der Kuchen zu seinem Namen gekommen ist. Zum einen ähneln die Schokoladenraspeln auf dem Kuchen dem Schwarzwald. Zum anderen könnte der Namen auch aus dem Fakt entstanden sein, dass der Kuchen Kirschwasser enthält, eine Spezialität aus dem Schwarzwald. Und nicht zuletzt gibt es eine Theorie, die besagt, dass der Name aus den traditionellen Trachten der Frauen im Schwarzwald entsprungen ist. Diese bestehen aus einem schwarzen Kleid, einer weißen Bluse und einem Hut mit weißem Grund und roten Bällen obenauf, die die Kirschen symbolisieren.
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Butterkuchen/ Zuckerkuchen (Butter Cake/ Sugar Cake)
Butterkuchen oder Zuckerkuchen ist ein einfacher Schichtkuchen aus Hefeteig. Mit den Finge
werden kleine Löcher in den Kuchenteig gedrückt und darüber wird Butter verteilt. Schließlich wird er mit Zucker und Mandeln bestreut. Dieser Kuchen ist bei Hochzeiten und Beerdigungen gleichermaßen beliebt und steht manchmal für einen Freud- und Leidkuchen oder einen Beerdigungskuchen. Besonders verbreitet ist er in Norddeutschland und in Westphalen.
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Käsekuchen (Cheese Cake)
Original deutscher Käsekuchen wird mit Quark zubereitet. Er wird daher manchmal auch als Quarkkuchen oder Quarktorte in der Schweiz bezeichnet. In Österreich wird er Topfenkuchen genannt. Als Abwechslung können Beeren wie Himbeeren oder Heidelbeeren wie auch Kirschen und Rosinen hinzugefügt werden.
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Krapfen / Berliner (Donut)
Bekannt als Pfannkuchen in Berlin und weiten Teilen Ostdeutschlands, als Kreppel in Hessen, Krapfen in Süddeutschland und Berliner in vielen westlichen Regionen: der mit Marmelade gefüllte Donut erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Besonders während der Ka
evalszeit, auch Fasching oder Fastnacht genannt (je nach Region), findet man an jeder Straßenecke Bäckereien, die massenweise Berliner/Krapfen anbieten, meistens gefüllt mit Marmelade, oft aber auch mit Vanille Crème oder Schokolade.
Der "Berliner" Krapfen ist (im englischsprachigen Raum) zum unfreiwilligen Gegenstand eines Ammenmärchens geworden, welches die berühmte Rede von Präsident John F. Kennedy in Westberlin im Jahre 1963 betrifft. Kennedy erklärte "Ich bin ein Berliner" und drückte damit in einer emotional sehr effektiven Weise seine Solidarität mit den Einwohne
Westberlins während des Kalten Krieges aus. Auch wenn das Wort "Berliner" in einigen Gegenden Deutschlands (ironischerweise aber eben gerade nicht in Berlin) eben auch die beliebte mit Marmelade gefüllte Backware beschreibt, war Kennedys deutscher Satz sowohl grammatikalisch korrekt als auch idiomatisch perfekt. Das Ammenmärchen, das die Version verbreitet, dass die Erklärung des Präsidenten von den Einwohne
Westberlins als "Ich bin ein Marmeladen Donut" übersetzt und verstanden wurde, ist lediglich in englischsprachigen Lände
verbreitet und ist in Deutschland fast gänzlich unbekannt. Dort gilt JFKs Rede als Meilenstein in der Nachkriegsgeschichte des Landes.
Der komplette Text, Audio- und Videoaufnahmen der Rede von JFK können hiergefunden werden.
http://www.americanrhetoric.com/speeches/jfkberliner.html">
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Frankfurter Kranz (Frankfurt Wreath)
Frankfurter Kranz ist ein kranzförmiger Kuchen aus Frankfurt. Er besteht aus einem Butterkuchen, der nach dem Backen in 2-4 Schichten geschnitten wird. Die einzelnen Schichten werden mit Buttercreme und roter Marmelade bestrichen. Dekoriert wird der Kuchen mit zusätzlicher Buttercreme und Krokant.
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Lebkuchen (Gingerbread)
Deutschlands weltbekannter Lebkuchen ist ein Gewürzkuchen hergestellt mit Honig, Mehl, Zucker, Eie
, Haselnüssen, Walnüssen, Mandeln, kandierten Orangen und Zitronenschale, Marzipan und Gewürzen wie Zimt, Ingwer, Anis, Nelken, Piment, Koriander und Kardamom.
Obwohl Lebkuchen seit Jahrhunderten in Europa hergestellt wird, ist Deutschland das Land mit der längsten und stärksten Lebkuchentradition in Europa, besonders was die flach-geformten Lebkuchen angeht.
Lebkuchen wurden zum ersten Mal 1395 in der Stadt Nü
berg gebacken. In 1643 wurde dort eine Zunft der Lebkuchenbäcker gegründet, die anfangs aus 14 Lebkuchenmeisterbäcke
bestand. Diese wurden dazu angehalten, Lebkuchen nach strikten Richtlinien herzustellen.
Bis 1867 wurden Lebkuchen per Hand zubereitet. Heutzutage werden die meisten Lebkuchen per Maschine produziert, obwohl viele der Nü
berger Bäckereien manche ihrer Lebkuchenspezialitäten immer noch per Hand herstellen. Heute werden in Nü
berg ca. 2.000 Lebkuchen pro Minute von ungefähr 4.000 Angestellten produziert. Manche werden von Großunte
ehmen hergestellt, andere wiederum von familienbetriebenen Backstuben. Aber alle benutzen Rezepte, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurden. Das älteste Lebkuchenrezept aus dem 16. Jahrhundert ist im Germanischen Nationalmuseum untergebracht.
Im Jahr 1996 wurde Nü
berger Lebkuchen als ein geographisch geschützter Begriff erklärt. Seither kann nur Lebkuchen, der in Nü
berg hergestellt wurde, auch so benannt werden.
Lebkuchen gibt es in verschiedenen Formen und Größen, z.B. unterscheidet man bei den klassischen Nü
berger Lebkuchen zwischen braunen Lebkuchen (ohne Oblate) und Elisen Lebkuchen (mit Oblate). Lebkuchengewürz wird auch bei der Herstellung vieler weiterer weihnachtlicher Spezialitäten benutzt: Pfeffe
üssen, Dominosteine, kleine Lebkuchenkreationen in Form von Herzen, Ste
en, und Weihnachtsbäumen.
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Gugelhupf (Gugelhupf)
Ein Gugelhupf ist ein süddeutscher, österreichischer aber auch schweizer Begriff für einen Kuchen, der dem in Amerika bekannten Bundt Cake ähnlich ist. Der Gugelhupf besteht aus einem weichen Hefeteig mit Rosinen und Mandeln. Er wird in einer besonderen Form gebacken, die in den USA als Bundt Pan bekannt ist.
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Springerle (Springerle)
Springerle sind weiße Kekse, die mit Anis gewürzt sind. Die Kekse kommen ursprünglich aus Baden-Württemberg und werden traditionell besonders in Süddeutschland und Österreich zur Weihnachtszeit gegessen.
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Stollen (Stollen)
Stollen ist ein mit Puderzucker umhülltes süßes Hefebrot, in dem getrocknetes Obst, Nüsse und häufig auch Marzipan eingebacken sind. Es ist dem amerikanischen Fruitcake ähnlich und wird in Deutschland schon seit dem Jahr 1329 hergestellt. Der bekannteste Stollen, der in den meisten Supermärkten erhältlich ist, wird Dresdner Christstollen genannt und hat seinen Ursprung in Dresden. Der Stollen ist ein typischer Weihnachtskuchen. Seine Form und die weisse Puderzuckerhülle soll an das in Laken gewickelte Jesuskind erinne
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Baumkuchen (Tree Cake)
Der Baumkuchen oder "Tree Cake" ist ein beliebter Kuchen für besondere Ereignisse, wie z.B. Hochzeiten. Er sieht aus wie ein Türmchen mit unterschiedlich großen Ringen, die mit weißer oder dunkler Schokolade überzogen sind. Ursprünglich kommt der Kuchen aus der deutschen Stadt Salzwedel, wo er 1820 kreiert wurde. Der Baumkuchen entsteht durch einzelne Teigschichten, die nacheinander aufgetragen und gebacken werden. Durch die einzelnen Schichten sieht der Kuchen wie ein Baum mit Jahresringen aus, wenn man ihn aufschneidet.
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Vanillekipferl (Vanillekipferl)
Vanillekipferl sind kleine, sichelförmige Kekse, die nach Vanille schmecken und mit Puderzucker bedeckt sind. Sie werden traditionell zu Weihnachten zubereitet und kommen ursprünglich aus Österreich.
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